Cognitive Science > Emotionspsychologie > Fragen Thema 2

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Contents

[edit] Laws of Emotion

Benennen und operationalisieren Sie die "Laws of Emotion" nach Frijda (1988). Lesen Sie die Originalarbeit.
  1. Gesetze der Auslösung
    • Emos haben eine situtionale Bedeutung, d.h. sie resultieren aus verschiedenen Bedeutungsstrukturen.
    • Persönliche Belange sind von Bedeutung: Emos entstehen in Reaktion auf Ereignisse, die für Ziele, Motive, Belange bedeutsam sind.
    • Emos haben eine augenscheinliche Realität, d.h. ihre Intensität korrespondiert mit dem Ausmaß wie das Ereignis als real empfunden wird.
    • Emos werden ausgelöst durch aktuelle Veränderungen günstiger/ungünstiger Bedingungen.
    • Emos besitzen eine Hedonische Asymmetrie, d.h. positive Emos nehmen schneller ab als negative.
  2. Gesetz der Aufrechterhaltung
    • Emotionale Ereignisse behalten ihre Kraft, Emos auszulösen, es sei denn, es findet wiederholte Exposition statt (→ Habituation, Extinktion).
  3. Gesetz der Modularität/Zusammensetzung
    • Emos sind geschlossen, d.h. sie sind unzugänglich für andere/relative Bewertungen und für andere Ziele als den eigenen.
  4. Gesetze der Emotionsregulation
    • Jeder emotionale Impuls ruft einen 2. Impuls hervor, der darauf drängt, den 1. Impuls zu verändern.
    • Wann immer eine Situation in anderer Weise gesehen werden kann, existiert eine Tendenz, sie in der Weise mit niedrigster emotionaler Belastung zu sehen.
    • Eine Situation wird so gesehen, dass der emotionale Gewinn maximiert wird.

[edit] Einordnung

Wie lassen sich die EmoTheorien gruppieren?
  1. Evolutionstheoretischer Ansatz
    Darwin, Ekman, Izard, Tomkins
  2. Physiologischer Ansatz
    James, Lange, Schachter & Singer
  3. Kognitiv-physiologischer Ansatz
    Arnold, Smith & Lazarus
  4. Sozial-konstruktivistischer Ansatz
    Averill, Smith & Kleinman

[edit] EmoInduktion

Klassifizieren Sie die Ebenen der Emotionsinduktion.
  1. Neuronale Ebene
    • Beeinflussung von Neurotransmittersystemen
    • Substanzen, die Emos auslösen, aufrechterhalten oder verstärken
  2. Sensomotorische Ebene
    • sukzessive Herstellung von emotionalen Gesichtsausdrücken
    • Einnehmen bestimmter Körperhaltungen
  3. Motivationale Ebene
    • Verwendung direkter Reize
    • phobierelevante Abbildungen
    • Emos können durch Emos ausgelöst werden.
  4. Kognitive Prozesse
    • Interview mit Emo relevanten Themen
    • Imagination, Musik, Filme/Geschichten
    • Feedback MIP, soziale Interaktion
Schildern Sie die Befunde der Pen-Methode von Strack et al. (1988).

Strack et al. induzierten Emotionen durch Ausübung bestimmter Verhaltensweisen. Versuchspersonen sollten entweder einen Stift mit ihren Zähnen oder mit ihren Lippen halten. Dabei lasen sie Cartoons und mussten diese nach Humor bewerten. Die "Lippenhalter" stuften dabei die Cartoons als trauriger ein als es die "Zähnehalter" taten.

[edit] Kognitive Induktionsmethoden

Benennen Sie die verschiedenen Varianten der kognitiven Induktionmethoden.
  • Interview mit Emo relevanten Themen
  • Imagination
  • Velten Methode (1968)
    Aussagen gegeben → gefühlte Emo dabei einschätzen
  • Musik
    mit und ohne Induktion (Wörter)
  • Filme/Geschichten
  • Feedback MIP
  • soziale Interaktion
    Verbündeter Experimentator soll bestimmte Emo übermitteln.
  • unerwartetes Geschenk
Vergleichen Sie die kognitiven Induktionsmethoden auf Effektivität anhand der Ergebnisse der Metaanalyse von Westermann et al. (1998).

Am effektivsten ist die Präsentation von Filmen und Geschichten. Zudem lassen sich negative Emotionen schneller induzieren.

[edit] Methodische Probleme

Welche methodischen Probleme ergeben sich bei den Untersuchungen zur Emotionsinduktion?

Sie sind schlecht vergleichbar, da in verschiedenen Untersuchungen unterschiedliche Induktionsmethoden benutzt werden. Die Qualität der Induktion kann sich erheblich unterscheiden und dessen Effektivität lässt sich nicht wirklich messen. Außerdem scheinen die statistischen Mittel zu variieren.